Wie lange gibt es das Internet nun schon? Richtig präsent im Leben der Mehrheit der Menschen in Deutschland wohl gut 20 Jahre. Vieles entwickelt sich weiter, einiges bleibt gleich – hierzu gehören die Anfälligkeit für Phishing-Attacken genauso wie die Unfähigkeit der Websiteverantwortlichen sinnvolle, lesbare Dateinamen für Download-Dateien zu vergeben. „Dateinamen, die niemand versteht“ weiterlesen
Namensrückblick: Glotzer, Buldak, Damien Hirst …
Heute einfach mal ein Rückblick auf spannende Namensentdeckungen der letzten Monate. Eigentlich hätten in der Zwischenzeit ein paar neue Namen enthüllt werden sollen, aber alles verzögert sich. Deshalb einfach was zum Spaß.
5 Namen, die ich interessant genug finde, um darüber zu schreiben.
Nr. 1: Glotzer
Wer Kinder hat, kennt sie. Sie sind unvermeidlich, vermutlich sogar an der Waldorfschule: Die Glotzer. Cooler Klang, klare Aussage. Geht bei jedem (zumindest wenn man gut Deutsch versteht) sofort nicht nur ins Hirn, sondern ins Herz. „Namensrückblick: Glotzer, Buldak, Damien Hirst …“ weiterlesen
Wie aus Kämpfern Schluffis wurden
Ändert der Name die Haltung zu etwas? Definitiv. Denken Sie an die kleinen Häschen und die zwei Bezeichnungen dafür:

Soll man Dinge beim Namen nennen oder nicht? Es macht vieles klarer, und wohl deshalb gibt es eine Beschönigungstendenz bei harten / unangenehmen Worten. Sonst gäbe es ja auch den Euphemismus gar nicht 😉 „Wie aus Kämpfern Schluffis wurden“ weiterlesen
Ein Riesenmissverständnis: Die Altkatholiken
Durch einen Beitrag im Deutschlandfunk und durch die Dauerkrise der Katholischen Kirche bin ich auf ein religiöses Thema gestoßen. Die Altkatholische Kirche bzw. die Altkatholiken: Jeder hat den Namen schon einmal gehört, kaum einer hat eine Vorstellung, was das ist. Auf jeden Fall ein Namensproblem.
Auf den ersten Blick klingt altkatholisch – „Ein Riesenmissverständnis: Die Altkatholiken“ weiterlesen
USA Forever: Mehrdeutigkeit und Missverständnis
Was denkt man als Deutscher, wenn man einen Brief mit solchen Briefmarken bekommt?
„USA Forever: Mehrdeutigkeit und Missverständnis“ weiterlesen
Vorlagen für Websites auf www.wix.com
Fremdsprachliche Fehlbedeutungen sollten sehr vorsichtig bewertet werden. Die Frage, ob ein Desaster vorliegt oder etwas Vernachlässigbares ist oft gar nicht so einfach zu beantworten. Insbesondere wenn Produkte nur auf ihren Heimatmärkten verkauft werden, wie z.B. der Nissan Laputa in Japan, ist Kritik nicht immer angebracht, selbst wenn es bessere Lösungen geben mag. Auch der legendäre Pajero kann kaum als dramatische Illustration dienen, zumal er ja nie in Spanien mit diesem Namen auf den Markt gebracht wurde, „Vorlagen für Websites auf www.wix.com“ weiterlesen
My Sissi Time – lustiger Deutsch-Englisch Kuddelmuddel
Da sich Austrian Airlines / my Austrian tatsächlich auch an englischsprachige Menschen mit den überall in München präsenten Plakaten richtet, ist ein kleines Schmunzeln nicht ganz zu vermeiden. Denn die österreichische Kaiserin Sissi ist im Englischen als „sissy“ eine kleine Heulboje, oder wie die Gebildeten sagen würden, arg larmoyant. Welcher Tourist wäre das nicht auch mal gern – imperial weinerlich in Wien.

PS: „Imperiales Wien“ ist eine sehr witzige Formulierung. Quasi royal getextet.
A-Date, B-Date, C-Date – was ist besser?
Große Plakatwände in München annoncieren einen online Service für außergewöhnliche zwischenmenschliche Erlebnisse namens C-Date. Analogien zur Prominentenkategorisierung sind sicher nur zufällig. Eine Verbildlichung hilft möglicherweise auch:

Oder kennt wirklich jeder das C mit seiner Herleitung von Englisch „casual“? Das ist der aktuelle Fachbegriff für „legere Treffen für mehr“, wenn Sie verstehen, was ich meine.
Galaxy Note 3 – Testnote oder Modell?
Man kennt ja Werbung mit Testurteilen. Am liebsten wird natürlich mit der Note 1 (= sehr gut) geworben. Verständlich. Umso kurioser, wenn man auf Werbung mit der Note 3 trifft, wie beim Galaxy Note 3. Es ist nicht schrecklich dramatisch, aber doch kurios: die Verbindung des englischen „Note“ mit dem Modell oder seiner Version, was im Deutschen Neues schafft:

Einfach nur schön: LUCIFAFEST 2011
Nur ganz fix, weil es so lustig ist: Im „Frohe Weihnachten“ Prospekt von Karstadt wird auf der ersten Seite eine Weihnachtsglocke von Hutschenreuther angeboten, deren Name eine wundervolle, geheime Dichotomie widerspiegelt:
Die Porzellan-Weihnachtsglocke 2011 LUCIFAFEST.
Und weil es so schön ist, hier gleich noch mal: LUCIFAFEST.
Ich genieße es: LUCIFAFEST.
Ich wünsche allen Namensexperten und -interessierten schon mal eine wundervolle Vorweihnachtszeit …