Das Beispiel Thomas Müller – Namen und Marketing

Eigenbezeichnungen sind die perfekte Möglichkeit, das Bild, das andere von einem haben, zu lenken, also im positiven Sinne zu manipulieren. Wer ein Produkt auf den Markt bringt, der muss sich entsprechend überlegen, als was es bezeichnet werden soll, völlig unabhängig von irgendwelchen Marken- oder Herstellernamen. Und auch unabhängig davon, ob man es schafft dies durchzusetzen – denn manchmal macht der Markt nicht mit.

Beispiele für Produktbeschreibungen bzw. Eigenbezeichnungen

Ein Beispiel: Eine neue Wurst mit Reiskomponenten, die sehr typisch wurstig schmeckt, aber fast kein Fett enthält. Wie heißt so etwas? „Das Beispiel Thomas Müller – Namen und Marketing“ weiterlesen

Namensrückblick: Glotzer, Buldak, Damien Hirst …

Heute einfach mal ein Rückblick auf spannende Namensentdeckungen der letzten Monate. Eigentlich hätten in der Zwischenzeit ein paar neue Namen enthüllt werden sollen, aber alles verzögert sich. Deshalb einfach was zum Spaß.
5 Namen, die ich interessant genug finde, um darüber zu schreiben.

Nr. 1: Glotzer

Wer Kinder hat, kennt sie. Sie sind unvermeidlich, vermutlich sogar an der Waldorfschule: Die Glotzer. Cooler Klang, klare Aussage. Geht bei jedem (zumindest wenn man gut Deutsch versteht) sofort nicht nur ins Hirn, sondern ins Herz. „Namensrückblick: Glotzer, Buldak, Damien Hirst …“ weiterlesen

Wirtshaus vs. Gasthaus – wer ist wo König?

Jenseits von neudeutschen Food Places und Eateries gibt es, vor allem auf dem Land, immer noch viele Bewirtungsstätten, oft auch mit angrenzenden Fremdenzimmern – cooler Begriff übrigens – mit der Bezeichnung Gasthaus oder Wirtshaus. Zumindest in Bayern, wo dieses Blog ja beheimatet ist. Und wie immer bei Synonymen stellt sich die Frage: wo liegt der Unterschied? „Wirtshaus vs. Gasthaus – wer ist wo König?“ weiterlesen

Pi-hsien Chen: Titel „Mitteilungen vom unteilbaren Werk“

Der Name „Mitteilungen vom unteilbaren Werk“ steht für eine Sammlung von sechs CDs, die bei Telos Music erschienen sind. Kuratorin, Künstlerin und Interpretin in einem ist Pi-hsien Chen. Rätselhaft wirkt dieser Titel – das zweimal vorkommende Element „teil“ trägt dazu bei, die klangliche Analogie zu „von unschätzbarem Wert“ ebenso. Vor allem aber wirkt seine spontane inhaltliche Unzugänglichkeit. „Pi-hsien Chen: Titel „Mitteilungen vom unteilbaren Werk““ weiterlesen

Regional in vielen Gegenden – geht das?

Eines der beliebteren Worte unserer Zeit ist sicher „regional“. Man kann es prima im normalen Sprachgebrauch verwenden, ohne sich zu disqualifizieren wie z.B. mit einem geschäftigen „nachhaltig“. In einer Kochbuchkritik von Jürgen Dollase ist mir das Thema der Regionalität vor kurzem begegnet und der Begriff verdient ein Drüberüberlegen.

In seiner Kritik des Buchs „frisch, bunt & regional“ von Konrad Geiger kritisiert Dollase (unter einigem anderem, er ist sehr streng), wie das gehe, dass eine Kochrezeptsammlung regional sei, wenn viele Gerichte aus den Küchen anderer Länder stammen? „Regional in vielen Gegenden – geht das?“ weiterlesen